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Hier findest Du aktuelle Artikel und Informationen zum Thema Empathie und Mitgefühl.

Aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet wird deutlich, welchen Stellenwert Mitgefühl auf sozialer, wirtschaftlicher & politischer Ebene schon heute hat.
Gemeinsam in die Zukunft
Jeremy Rifkins Buch "Die empathische Zivilisation"
Quelle: www.3sat.de

Der US-amerikanische Soziologe Jeremy Rifkin ist ein Tausendsassa. Er berät Regierungen und Konzerne, hält Vorträge auf allen Kontinenten, schreibt Bücher, die immer wieder Debatten auslösen. Man könnte sagen, er ist der Globalisierungs-Intellektuelle schlechthin. Jetzt hat er wieder ein Buch vorgelegt, das uns Wege aus der Krise weisen soll.

Was ist das für ein Wesen - der Mensch? Ist er einfühlsam? Fantasievoll, solidarisch, empathisch? Oder kriegerisch, asozial, egoistisch und destruktiv? Unser Bild der menschlichen Natur entspricht nicht der Realität. Und weil das der Fall ist, beeinflussen diese falschen Vorstellungen die Art, wie wir Kinder erziehen, Geschäfte machen und Staaten regieren. Und was geschieht? Wir werden so, wie wir es uns einbilden. Aber das hat nichts mit unserem eigentlichen Wesen zu tun.

Gedankenblitz in Menschengestalt
Jeremy Rifkin ist ein wandelnder Thinktank. Er ist ein Gedankenblitz in Menschengestalt. Die drastischen Veränderung der Arbeitswelt prophezeite er genauso, wie die Abschaffung von Eigentum im digitalen Zeitalter. Der Arroganz des Powerplayers USA setzte er den europäischen Traum einer leisen Supermacht entgegen. Sein neues Buch "Die empathische Zivilisation. Wege zu einem globalen Bewusstsein" ist ein wildes Plädoyer für eine empathische Zivilisation, als spüre Jeremy Rifkin regelrecht, wie sehr es unserem Planeten an den Kragen geht. Die einzige Rettung vor dem Untergang ist ein komplett anderes Menschenbild.

"Ich möchte allen Eltern eine Frage stellen", sagt Rifkin: "Wie ist ein Baby, wenn es auf die Welt kommt? Ist dieses kleine Kind ein verdorbenes böses Wesen, rational, berechnend? Eine Seele, die materialistisch nur das eigene Interesse verfolgt und nichts anderes will, als sich selbst zu reproduzieren und seinen unstillbaren sexuellen Appetit zu befriedigen? Ist es das, was Babys wirklich sind? Wenn ja, wenn das die menschliche Natur ist, dann sind wir wahrscheinlich verloren." Diesem Entwurf einer zerstörerischen menschlichen Natur setzt Rifkin das Modell einer Zivilisation entgegen, die auf Empathie gründet und meint damit weit mehr, als nur ein bisschen nett sein, Mülltrennen und Höflichkeiten austauschen. Rifkin fordert das Ende des herkömmlichen Denkens und will die Wahrnehmung schärfen, für das, was Empathie wirklich bedeutet.

"Empathie leitet sich nicht aus Perfektion ab, sondern aus dem Unperfekten", erklärt Rifkin. "Nicht aus Unsterblichkeit, sondern aus Sterblichkeit. Es ist das tiefe Gefühl von Solidarität mit dem Leben, mit dem Kampf, eines jeden, um aufzublühen. Man zeigt Mitgefühl, weil man versteht: Das Leben ist wertvoll, und wir sind nicht allein. Es ist eine erstaunlich emotionale und intellektuelle Erfahrung. Und sie verändert sich, reift mit der Geschichte." So schreibt Rifkin erst einmal die Geschichte um. Er schildert sie nicht als unendliche Abfolge von Kriegen, Machtdemonstrationen und Katastrophen, sondern als Entwicklungsgeschichte des empathischen Bewusstseins. Denn hinter der Maske der dominierenden Ereignisse verbarg sich immer auch eine andere Geschichte, weniger laut und aufdringlich als das Getöse der Schlachten und der Krisen.

"Warum konzentrieren sich unsere Historiker nur auf die krankhaften Momente?", fragt Rifkin. "Weil sie Aktualität vorgeben. Und warum sind sie aktuell? Weil sie nicht alltäglich sind, Aufmerksamkeit erregen, Schrecken einjagen. Wir sehen nur Tod, Zerstörung, Chaos, Genozid. Aber das sind die außergewöhnlichen Momente, und wir glauben, unsere Geschichte bestehe nur daraus. Wir sehen dann nur das Schlechte." In unserer Gegenwart sieht Jeremy Rifkin dennoch eine große Chance, denn noch nie war Kommunikation so einfach. Mit jedem Menschen, an jedem Ort der Erde können wir in Sekundenbruchteilen Informationen austauschen - und mehr noch: mitdenken, mitfühlen, also Empathie entwickeln. Gleichzeitig befinden wir uns an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter.
Gefühl und Mitgefühl:
Emotionale Achtsamkeit und der Weg zum seelischen Gleichgewicht

Dalai Lama (u.A. Friedensnobelpreisträger) / Paul Ekman (Professor für Psychologie an der University of California, San Francisco und einer der bekanntesten amerikanischen Psychologen)
Quelle: www.amazon.de

Bei ihrem ersten Treffen entwickelte sich zwischen seiner Heiligkeit dem Dalai Lama, dem am innigsten verehrten spirituellen Oberhaupt der Welt, und dem renommierten amerikanischen Psychologen und Emotionsforscher Paul Ekman eine bemerkenswerte Verbindung. Beide versuchen aus unterschiedlicher Warte, das Wesen und die Eigenheiten unseres Gefühlslebens zu ergründen, und sind auf diesem Weg in einen intensiven Dialog über die Beziehungen zwischen Wissenschaft und Spiritualität, zwischen östlichen und westlichen Denkansätzen eingetreten.

In einer beispiellosen Reihe von Zwiegesprächen ringen der Dalai Lama und Paul Ekman um Antworten auf die zentralen Fragen des Emotionserlebens. Wo sind in der Kultur und in der Evolution die Ursprünge für Hass und Mitgefühl zu suchen? Sollte man auch einem Folterer mit Mitgefühl begegnen - und ist das biologisch überhaupt möglich? Kann uns die Wissenschaft Antworten auf die Frage geben, welchen Nutzen die buddhistische Meditation hat? Lässt sich das buddhistische Gedankengebäude in übungen übersetzen, die jedem einzelnen Menschen helfen, ein besseres Leben zu führen? Die Unterredung der beiden großen Persönlichkeiten ist in diesem Buch angereichert mit kurzen erläuternden Texten von Wissenschaftlern und buddhistischen Gelehrten, die uns an den Befunden der Emotionsforschung und an den Praktiken teilhaben lassen, wie sie in buddhistischen Texten beschrieben werden.

Wenn der Dalai Lama und Ekman sich mit dem Wesen der Emotion auseinandersetzen, laden sie uns zugleich ein, jene Hilfsmittel und Traditionen zu erkunden, die uns beim Streben nach psychischer Erfüllung zur Verfügung stehen. Ihr Zusammenspiel - amüsant, fesselnd, Augen öffnend und bewegend - führt uns auf eine Reise zum Kern unserer Emotionen, aus der wir verändert wieder hervorgehen.

Wie wir lernen können, mit Gefühlen besser umzugehen "Wahrlich ein intellektueller Genuss ... ein einzigartiges Zusammentreffen zweier geistiger Traditionen - und zweier bemerkenswerter Persönlichkeiten voller Geist und Herz, die mit einigen der größten Herausforderungen der Menschheit ringen." Daniel Goleman Paul Ekman: Es scheint, als trügen viele von uns ein Skript für ein Schauspiel, für ein Drama mit sich herum, das wir - wann immer sich die Möglichkeit bietet - auf Situationen anwenden. Wie ein Filmregisseur weisen wir den Menschen, denen wir begegnen, die verschiedenen Rollen zu, die wir brauchen, um dasselbe Drehbuch immer wieder neu durchzuspielen.

Genau wie Stimmungen verleiten uns solche emotionalen Skripts dazu, die Welt verzerrt wahrzunehmen. Dalai Lama: In gewisser Weise findet sich eine ähnliche Vorstellung, wenn auch nicht genau die gleiche, in der buddhistischen Meditation zum Mitgefühl. Bei einem der Elemente wird empfohlen, eine Sichtweise, eine Wahrnehmung zu fördern, in der jedes Lebewesen jemand ist, der einem sehr lieb ist. Als ein Beispiel wird angeführt, dass man alle Menschen als seinen Lehrer oder als seine Mutter ansehen soll. ... Der wichtige Punkt ist, dass man sich selbst darauf konditionieren kann, andere Menschen in einem anderen Licht zu sehen - in einem positiven, konstruktiven Licht.

Als sich seine Heiligkeit der Dalai Lama, das am innigsten verehrte spirituelle Oberhaupt der Welt, und der renommierte amerikanische Psychologe und Emotionsforscher Paul Ekman zum ersten Mal trafen, entwickelte sich zwischen ihnen eine bemerkenswerte Beziehung. Beide versuchen von unterschiedlicher Warte aus, das Wesen und die Eigenheiten unseres Gefühlslebens zu ergründen, und auf diesem Weg sind sie in einen intensiven Dialog über Wissenschaft und Spiritualität, östliche und westliche Denkansätze eingetreten. In ihren tiefgründigen Zwiegesprächen ringen der Dalai Lama und Paul Ekman um Antworten auf bedeutende Fragen des emotionalen Erlebens.

Wo in der Kultur und in der Evolution sind die Ursprünge für Hass und für Mitgefühl zu suchen? Sollte man sogar einem Folterer mit Mitgefühl begegnen - und ist das biologisch überhaupt möglich? Kann uns die Wissenschaft etwas über den Nutzen der buddhistischen Meditation verraten? Was ist das Geheimnis emotionaler Achtsamkeit? Lässt sich das buddhistische Gedankengebäude in Übungen übersetzen, die jedem einzelnen Menschen helfen, ein besseres Leben zu führen? Die Unterredung der beiden großen Persönlichkeiten ist in diesem Buch angereichert mit kurzen erläuternden Texten von Wissenschaftlern und buddhistischen Gelehrten, die uns an den Befunden der Emotionsforschung und an den Praktiken teilhaben lassen, wie sie in buddhistischen Texten beschrieben werden.

Wenn der Dalai Lama und Paul Ekman sich mit dem Wesen der Emotion auseinandersetzen, laden sie uns zugleich ein, jene Hilfsmittel und Traditionen zu erkunden, die uns beim Streben nach Erfüllung und seelischem Gleichgewicht zur Verfügung stehen. Ihr Dialog - oftmals amüsant, fesselnd, augenöffnend und bewegend - führt uns auf eine Reise zum Kern unserer Emotionen, aus der wir verändert wieder hervorgehen können. Website zum Originalbuch: www.emotionalawareness.net
Spiegelneuronen:
Wie unser Gehirn "Mitgefühl" lernt ...

Peter Schipek - www.lernwelt.at - Quelle: www.philognosie.net

Kennen Sie das Sprichwort "Lachen steckt an"? Hier würden Hirnforscher neuerdings hinzufügen "Schmerz auch!" Eltern kennen Situationen, in denen ihr Kind hinfällt und sie selbst mitfühlen oder sogar den Schmerz mitempfinden. Oder wenn Sie beobachten, wie sich Ihr Partner mit einem Hammer auf den Daumen schlägt - schmerzt Sie das auch?

lachende KinderWarum können wir mitfühlen - uns vorstellen, was in einem anderen Menschen vorgeht? Die Erklärung liegt in den Gehirnzellen mit dem Drang zur Imitation - den sogenannten Spiegelneuronen. Diese speziellen Nervenzellen in unserem Gehirn leisten Erstaunliches: Sie werden nicht nur aktiv, wenn wir etwas erleben.

Sie werden auch dann aktiv, wenn wir miterleben, wie ein Mitmensch etwas erlebt. Spiegelneurone sind somit die neurobiologische Basis für unser Mitfühlen.

Entdeckt wurden diese Nervenzellen 1991 in einem Versuchslabor im italienischen Parma. Der Neurologe Vittorio Gallese wollte damals nur testen, wie das Gehirn eines Affen arbeitet, wenn das Tier nach einer Erdnuss greift. Mit Elektroden zapfte er einzelne Hirnzellen an und untersuchte ihre Reaktion. Zu Galleses überraschung feuerten bestimmte Neuronen im Affenhirn nicht nur dann, wenn der Makake zugriff - sondern auch, als der Forscher die Hand nach der Erdnuss ausstreckte.

Damit Spiegelzellen voll funktionsfähig werden, müssen sie während der Kindheit trainiert werden. Schon sehr früh beginnen Babys Gestik und Mimik der Eltern zu imitieren. Dieses Lernen durch Nachmachen scheint eine wichtige Station des lebenslangen Lernens zu sein. Besonders bei Babys und Kleinkindern ist das offenkundig: Sie ahmen nach, was sie sehen und wollen das tun, was andere tun.

Aber auch in der Medizin finden Forscher Beispiele für das Lernen durch Nachahmen. So können Schlaganfallpatienten mit Lähmungen an den Extremitäten durch Beobachten von Arm- oder Beinbewegungen die verlorenen Fertigkeiten ganz offensichtlich schneller wieder erlernen.

Um dieses Phänomen im Gehirn näher zu durchleuchten führte Peter Schipek (von Lernwelt.at) ein Interview mit Frau Dr. Katja Gaschler. Frau Dr. Gaschler ist stellvertretende Chefredakteurin von "Gehirn & Geist". Sie hat sich ausführlich mit dem Phänomen der Spiegelneuronen befasst.

Wir-Gefühl in Windeln
Christian Wolf - Philosoph / freier Wissenschaftsjournalist - Quelle: www.gehirn-und-geist.de

Auf den ersten Blick können Babys nicht viel. Sie schreien, wenn ihnen etwas nicht passt, und blicken verträumt ins Leere. Doch der Schein trügt: Erstaunlich früh verfügen die Sprösslinge über beeindruckende soziale Fähigkeiten.

Max liebt Buttergebäck. Heimlich nascht der 14 Monate alte Junge die letzten Kekse und legt die leere Schachtel zurück auf den Tisch. Seine Schwester sieht die Packung und streckt begierig ihre Hand aus. Max wundert sich: Warum greift sie danach, obwohl sie doch leer ist? Er versteht nicht, warum seine Schwester gar nicht wissen kann, dass er die letzten Süßigkeiten vertilgt hat. Der Grund: Max ist schlicht zu jung; ihm fehlt ein zentrales Kennzeichen der "Theory of Mind" - der Fähigkeit, Vermutungen darüber anzustellen, was im Kopf eines anderen vor sich geht.

Für uns Erwachsene ist es ein Kinderspiel, zu bemerken, wann Mitmenschen aus falschen überzeugungen heraus handeln. Diese Form von Erkenntnis gilt als elementar für die soziale Kompetenz. Bisher gingen Forscher davon aus, dass Kinder diese Gabe mit ungefähr vier Jahren entwickeln. Der Umschwung kann mit dem so genannten False-Belief-Test festgestellt werden: Das Kind beobachtet dabei, wie ein Erwachsener ein Objekt an einer bestimmten Stelle platziert. Die Person verlässt anschließend den Raum, und in der Zwischenzeit verstaut der Versuchsleiter den Gegenstand an einem anderen Ort. Der Erwachsene kehrt zurück, und das Kind wird gefragt, wo dieser wohl nach dem Objekt sucht.

Die meisten Dreijährigen denken, der Erwachsene werde dort nachschauen, wo sich das Objekt tatsächlich befindet...



Jeremy Rifkin - Die Empathische Zivilisation
Ein Videobeitrag über das neue Buch von Jeremy Rifkin. Er ist einer der bekanntesten US-amerikan-ischen Soziologen. Rifkin berät Regierungen und Konzerne in aller Welt.

The Dalai Lama talks about compassion
Seine Heiligkeit, der Dalai Lama ist das religiöse und weltliche Oberhaupt Tibets. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.A. den Friedens-nobelpreis, Deutscher Medienpreis und viele Andere...


The Charter for Compassion
Karen Armstrong ist eine britische Bestseller-autorin, und hat mehr als 20 Bücher über die Rolle von Religionen in der modernen Welt voröffentlicht. Sie stellt die Bedeutung von Mitgefühl bewusst über die der Religionen.
Das weltweit immer mehr an Bedeutung gewinnende Projekt "Charter for Compassion" wurde von ihr ins Leben gerufen.



Ellen DeGeneres
Die bekannte und überaus beliebte Moderatorin der gleichnamigen Show ist ein Hoffnungslicht für Millionen von Menschen.
Sie hat zahlreich Auszeichnungen erhalten, darunter vor kurzem "the Voice of Compassion Award" und den "Amnesty International Award".
Sie ist eine der zehn beliebtesten und einflußreichsten Frauen der USA.

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